Von Unten nach Oben oder anders herum? Hin zu einer besseren Darstellung von ausgewählten Strukturelementen und ihren Beziehungen im GoobiViewer?

Für uns ist die derzeitige Darstellung der jeweils ausgewählten Strukturelementen im GoobiViewer hinsichtlich ihrer vertikalen Anordnung (von oben nach unten - oder von unten nach oben) oft nicht befriedigend - wir sind jedoch nicht sicher, ob es noch mehr Nutzer*innen so geht und ob hier vielleicht für die generischen Ansichten auch eine Veränderung anzustreben ist.
Nach Rücksprache mit @jan tragen wir das Problem mal in unser Community Forum hier.

Hier im Beispiel (bitte Links jeweils parallel öffnen):

haben wir das ausgewählte Strukturelement “Besitzer von Bausparzellen” sowie die übergeordneten Strukturelemente:
Zeitschrift: “Wohnungs-Anzeiger für Steglitz, …” → Band “1875” → Abschnitt: “Alphabetisches Verzeichniss der Einwohner von Giesensdorf” → Abschnitt: “Besitzer von Bauparzellen”.

In der von uns verwendeten Vollbild-Anzeige werden in der Seitenspalte unter “Bibliographische Daten” die bibliographischen Metadaten dieser Strukturelemente von oben nach unten nacheinander aufgeführt, startend bei der Zeitschrift.

[Ich ergänze hier später ein anderes Beispiel, in der für das ausgewählte Strukturelement z.B. die Bildunterschrift und der Fotograf vermerkt ist, beides Informationen, die nutzerrelevant sind]

*Überlegung 1: Hier erscheint es uns nutzerfreundlicher, die bibliographischen Daten des ausgewählten Elements zuoberst anzuzeigen und darauf die übrigen in der Hierarchie: *
Abschnitt: “Besitzer von Bauparzellen” → Abschnitt: “Alphabetisches Verzeichniss der Einwohner von Giesensdorf” → Band “1875” → Zeitschrift: “Wohnungs-Anzeiger für Steglitz, …”

In der Metadaten-Ansicht ist die Darstellung ebenfalls analog:

In der von vielen Einrichtungen verwendeten Standard-Bildansicht werden unter “Bibliographische Daten” nur jeweils die Metadaten des aktuell ausgewählten Strukturelements angezeigt:

Exkurs: Elektronische Publikationen

Unsere Überlegungen - auch im Kontext der Überarbeitung der Präsentation von Elektronischen Publikationen im Zuge unsere E-Pflicht-Projekts - gehen mindestens für Elektronische Publikationen (E-Publikationen) dahin, die wichtige Information prominent und leicht zugänglich bereitzustellen:
Für E-Publikationen heißt das für uns, die Download-Möglichkeiten des PDF oder EBooks direkt oben am Beginn der Seite anzubieten (wie z.B. hier bei der SUUB Bremen bei einer DSpace-Instanz: Konstruktivistisch-pragmatische Methodik: Ein Plädoyer für die Diskursanalyse | Media SuUB Bremen).

Bisher bieten wir an der ZLB die Download-Möglichkeiten ganz am Ende der Seite an:

Und den Gedanken weiter gedacht heißt das für uns, dass wir nach den Datei-Download-Möglichkeiten die Metadaten für den Band darstellen, und ganz am Ende (d.h. unten) die Metadaten für die Zeitschrift.
D.h. konkret:

- [Bereich zum Download PDF/EBook-Datei]
- [Bibliographische Metadaten des ausgewähltes Elements - bei E-Publikationen hier zumeist: Zeitschritenband|Heft|... ]
- [Bibliographische Metadaten weiterer übergeordneter Elemente]

Macht das auch für Retrodigitalisate Sinn?

Für uns stellt sich nun die Frage, ob wir nur mit den E-Publikationen die skizzierte Lösung umsetzen, oder ob das im Prinzip auch für Retrodigitalisate Sinn macht?

Wie seht ihr anderen das?

Lieber @michael_zlb_berlin, danke, dass Du das Thema hier in die Community trägst.

Mich persönlich würde hier zum Beispiel die Meinung von @Schlueter_HAAB, @g_snowboard, @Georg, @monika.fritz und @amedick interessieren.

Für mich macht die Änderung insofern Sinn, weil man die hierarchische Darstellung ja nicht als Selbstzweck hat und eigentlich die Daten des betreffenden Strukturelementes und nicht dessen Einordnung innerhalb des Werkes darstellen möchte. Außerdem hat man so die Information zum Element ganz oben und muss nicht bis nach unten gehen, um die betreffende Information zu erhalten.

1 Like

Ich antworte zu:

Die Idee, den PDF-Download-Button unterhalb oder oberhalb anzubringen finde ich grundsätzlich gut.

In der Standardvariante des Goobi viewers ist die Funktion zum Herunterladen der PDF ist im Moment aus Nutzersicht nicht optimal platziert. Sie geht zwischen vielen anderen Buttons schlichtweg unter.

Im Moment sehe ich aber auch bei https://digital.zlb.de/viewer/metadata/15896005_2022_3/1/-/ ein Problem in der Nutzbarkeit. Klicke ich im Schnellzugriff auf der rechten Seite einen Band an, springt die gesamte Seite wieder an den Anfang, der PDF-Download-Button kann also erst wieder durch runterscrollen erreicht werden. Das müßte ich bei jedem Band wiederholen.

Ok., das Nutzbarkeitsproblem wäre gelöst, wenn der PDF-Download-Button gleich oben wäre.

1 Like

Das finde ich definitiv auch!

Genau das ist mir auch aufgefallen. Insbesondere irritiert mich, dass der PDF-Download auch nicht an der gewohnten Stelle in »Zitieren und Nachnutzen« zu finden ist.

Für Retrodigitalisate gilt es jedenfalls aus unserer Sicht auch, dass der PDF-Download besser erreichbar sein sollte. Vor etwa fünf Jahren war er auch direkt oberhalb der Bilder in der Werkzeugleiste, bevor er in die Seitenlesite gewandert ist (wo er auch einen logischen Platz gefunden hat). Bei uns haben sich jedenfalls Nutzer*innen beschwert, weshalb wir die Buttons in der Werkzeugleiste wieder hergestellt haben (per Javascript und nicht in der Vollbild-Anzeige, letzteres aber eher aus Versehen).

Wie seht ihr denn die Frage der Reihenfolge der Präsentation der Strukturelemente, d.h. die Frage des Von-Unten-nach-Oben vs. Von-Oben-nach-Unten? Für mich wäre es ja - anders als aktuell in der generischen Variante - eher ein Von-Oben-nach-Unten (vom spezifischsten Element oben zum übergeordneten Element unten.)
Die Frage an alle - und auch an @Schlueter_HAAB, @g_snowboard, @Georg, @monika.fritz und @amedick

Hallo zusammen! Ich finde die bisherige Reihenfolge nach wir vor besser, weil das unterste Element oft nicht selbsterklärend ist. Ich denke, man ist die Reigenfolge “Vom Allgemeinen zum Besonderen” gewohnt.
Die Download Möglichkeit präsenter anzuordnen, begrüße ich sehr!

Ich bin bezüglich der von-oben-nach-unten-Frage gespalten. Idealerweise habe ich auf den ersten Blick die spezifischen Daten des Objekts, das ich gerade betrachte. Das spricht vielleicht für eine Umstellung. Andererseits kann das auch nach hinten losgehen, wenn das spezifische Objekt einen nichtssagenden Titel trägt wie »Band 3«. Dann muss erst recht wieder gesucht werden, um relevante Informationen zu finden.

Außerdem möchte ich zu bedenken geben, dass auch eine gewisse, zugegebenermaßen erworbene und nicht in allen Kulturen gleichartige, Erwartungshaltung vielleicht berücksichtigt werden sollte. Bei schematischen Darstellungen sind wir es eher gewohnt, dass das Umfassende oben (oder links) angeordnet wird, und sich nach unten (oder rechts) verzweigt. Dem liefe so eine Umstellung jedenfalls zuwider.

Ich schließe mich bzgl. der von-oben-nach-unten-Frage @amedick und @Georg an. Das ist zu sehr abhängig von der jeweiligen Erschließung in den einzelnen Einrichtungen. Die derzeitige Anzeige mag nicht optimal sein. Aber eine reine Umkehr der Reihenfolge wäre es auch nicht.

1 Like

Hallo in die Runde,

ich habe das immer so verstanden, dass sich die Anzeige der bibliographischen Metadaten (vom Hauptwerk zum Struktur-Bestandteil) aus den DFG-Praxisregeln Digitalisierung ergibt (Zitat: “Die Erzeugung von Metadaten, welche erst die Auffindbarkeit der Objekte gewährleisten und
eine kontextualisierende Präsentation ihrer digitalen Images erlauben, ist zentraler Bestandteil
der Digitalisierung.”). Die Benutzenden können dann nachvollziehen auf welcher Ebene sie sich im Objekt befinden.
So sieht es bei uns in der Vollanzeige aus…

Ich schließe mich also @Georg an…, allerdings meinte ein Kollege, dass es im grunde nur darum geht, dass es für Benutzende nachvollziehbar ist, wo in der Struktur sie sich befinden.

Viele Grüße!

Hallo,
zur Frage der Reihenfolge der Präsentation der Strukturelemente:
auch ich finde, dass die Reihenfolge vom Allgemeinen zum Spezifischen hin sein sollte, da das das Gewohnte ist, wie oben schon mehrfach erwähnt. Da die einzelnen Hierarchiestufen nicht immer aussagekräftige Bezeichnungen haben und in goobi an dieser Stelle auch keine Hierarchie durch Einrückung dargestellt wird, kann eine umgekehrte Reihenfolge für den Nutzer ziemlich verwirrend sein.

Das Ziel, “wichtige Information prominent und leicht zugänglich bereitzustellen”, ist aber grundsätzlich ein sehr gutes. Auch ein unerfahrener Benutzer sollte wenn möglich auf den ersten Blick verstehen, was er denn da eigentlich sieht und wie Bild und Daten zusammenhängen.