Jpeg2000 als Masterformat

Liebe alle,

in den DFG-Richtlinien wird alternativ zu unkomprimiertem TIFF auf JPEG2000 als Masterformat verwiesen. Allerdings werden diese Hinweise mit Bedenken gerahmt.

Gibt es in der goobi-Community-Erfahrungen mit JPEG2000, einem anderen Format oder anderen Parametern?

Relevant ist ja die DFG-Richtlinie im Grunde “nur” für die Digitalisat-Bestände, wie sie die Richtlinie beschreibt. Durchaus denkbar sind ja Szenarien, in denen davon abgewichen werden könnte, z.B. die massenhafte Digitalisierung von … äääh … Bauanträgen oder … pffh … Typoskripte mit Protokollen zur Vogelbeobachtung im Südlichen Fläming Herbst 1993, die auf Microfiche erhalten sind, … aber auch Taschenbücher, deren Farbwertigkeit einfach für textliche Inhalte keine Rolle spielt.

Über Feedback freut sich

imho gibt es in der DLZA/DigiPres-Community durchaus starke Befürworter von JPEG2000 als dauerhaftes Masterformat.
Wir auf ZentralGut.ch haben bei einem grossen PDF-Import auf JP2 gesetzt um den durchs - wie das früher in Goobi halt so üblich war :wink: - PDF-Splitting nach TIFF riesigen Master-Files etwas Herr zu werden.

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Es gibt ja Tendenzen, JPG2000 neben TIFF als Standard für Masterdateien zu etablieren. Das war auch Thema beim 8. Workshop Retrodigitalisierung „Digitalisierung für die Ewigkeit? – Datenqualität in der Praxis“ im März 2026 in Berlin (https://blog.sbb.berlin/wsrd26-cfp/). Die DFG-Praxisempfehlungen werden gerade überarbeitet. In der neuen Fassung wird JPG2000 sicherlich auch eine stärkere Rolle spielen.

Vielen Dank für den Hinweis auf den Workshop. Hier sind die Vorträge https://blog.sbb.berlin/termin/8-ws-retrodigitalisierung/#Keynote
Leider sehe ich bei den Befürwortern für JPEG2000 leider oft Talking Points, die entweder fachfremd sind oder so vage sind, dass mehr Fragen offen bleiben als beantwortet werden. So hält man natürlich das Thema auf der Agenda. Zielführend ist es leider nicht.