Gute Praxis mit Aufbewahrung von aufwändig bildbearbeiteten Bilddaten


#1

Wir haben umfangreiche Bestände aus älteren Digitalisierungsprojekten, bei denen in aufwändiger Kleinarbeit die Master-Images so bildbearbeitet wurden, dass sie besser lesbar sind, etc.
Wir diskutieren gerade, ob wir neben den Master-Dateien auch die aufwändig erstellten bildbearbeiteten Dateien (zusätzlich zu den in Goobi erstellten für die Präsentation genutzten Derivaten) aufbewahren, was jedoch mit der Nutzung von viel zusätzlichem Speicher (ca. 1 TB) verbunden wäre.

Eine Überlegung ist hier, die bildbearbeiteten Dateien verlustfrei zu komprimieren (als TIFF oder nach PNG zu transformieren) und so den zusätzlichen Speicherverbrauch auf ca. 25% des zuvor benötigen Speicherplatzes zu minimieren.

Welche gute Praxis kennt die Goobi-Community denn hier? Wie seht ihr den oben skizzierten Ansatz?


#2

Hallo @michael_zlb_berlin

ich finde die Idee der verlustfreien Kompression schon einmal sehr gut. Warum verwendet Ihr diese bearbeiteten Derivate nicht auch für die Präsentation?

Viele Grüße,

Jan :slight_smile:


#3

Hier müssten wir noch prüfen und abwägen, ob diese verlustfreien Derivate dann nicht noch zu groß sind. Derzeit verwendenwir ja eine JPEG-Komprimierung mit einer “Qualität” von 92% für die Präsentations-Derivate.

Habt ihr denn nicht Erfahrungen, wie andere Einrichtungen in solchen Situationen gut vorgehen?


#4

In meinem Kopf war, dass das das Erstellen der Derivate in Goobi workflow für die Vorgänge einfach nicht durchgeführt wird, sondern Master UND Derivate gleichzeitig eingespielt werden. Die Derivate können dann zusätzlich verlustfrei komprimiert und in den Goobi viewer exportiert werden.

Mir persönlich sind keine anderen Einrichtungen bekannt die Derivate in der Form aus älteren Digitalisierungsprojekten vorliegen haben und jetzt vor so einer Frage stehen wie Ihr. Häufig werden bei Importen ältere Derivate verworfen, weil auch Bildgrößen nicht mit den Master übereinstimmen und eine OCR erzeugt wird. Das passiert dann auf Basis neuer Derivate mit gleichen Bildgrößen wie die Master. Alternativ ist auch seinerzeit nicht viel manuelle Arbeit in die Erzeugung der Derivate geflossen.

Eine weitere Option ist zusätzlich in der Goobi viewer Bildanzeige die Helligkeit und den Kontrast via Schieberegeler anpassbar zu machen.