Goobi viewer Digest für März 2020

Moin,

die Version 4.5.0 des Goobi viewers ist fertig und damit einher geht die Möglichkeit ganz einfach in die Welt von IIIF einzusteigen. Dafür wurde im Backend ein neues Upload Formular entwickelt, mit dem Dublin Core Datensätze angelegt werden können. Die Datensätze können danach alle IIIF Funktionen nutzen. Das ganze ist im folgenden Screencast gezeigt:

Das und noch viel mehr im Digest:

Viele Grüße von,

Jan :slight_smile:

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Hallo Jan,

danke für das sehr verständliche Video. Das ist eine wirklich tolle Funktion! Ist geplant, das weiter auszubauen? Mir fehlt im Moment zB noch die Möglichkeit, eine GND/VIAF-Verknüpfung zur Person anzugeben.

Beste Grüße, Andreas

Hallo Andreas,

nein, wir planen das nicht zu erweitern. Für Normdaten etc. gibt es Goobi workflow. Bei dem Dublin Core geht es um einen sehr schnellen, unkomplizierten und einfachen Einstieg um als Einstieger auch valide Daten zu produzieren.

Liebe Grüße,

Jan :slight_smile:

Wäre generell -rein technisch gesehen- ein Import von IIIF-Manifesten möglich? Die dort mitgelieferten Metadaten müßten dann natürlich DC-konform gemappt werden…

Ich habe eine sehr konkrete Idee, was ich gerne mit dem PlugIn machen würde. Allerdings müßte das PlugIn dafür nach “aussen” offen sein. Das heißt, auch nicht angemeldete Nutzer müßten Bilder hochladen dürfen, die dann vor der Veröffentlichung eine redaktionelle Freigabe durchlaufen müßten.

Technisch gesehen ist ein Import von IIIF Manifesten natürlich möglich. Die Herausforderungen dabei sind:

  • Bisher kann der Indexer nur mit Datensätzen umgehen bei denen die Metadaten in einer XML Datei vollständig sind. IIIF Manifeste sind JSON Linked Data. Wir haben also eine JSON Datei, in der Links zu anderen JSON Dateien existieren. Diese müssen alle komplett gecrawled und ausgewertet werden damit die Metadaten vollständig indexiert werden können
  • Die Auszeichnung der Metadaten in den IIIF Manifesten ist nicht standardisiert. Ein entsprechender Vorschlag bei der letzten IIIF Konferenz ist nach persönlichem Empfinden nicht wirklich auf fruchtbaren Boden gefallen, einfach, weil der Standard nicht dafür gedacht ist.
  • Wenn die beiden Punkte erledigt sind ist nur noch die Frage des Mappings in der Indexerconfig zu klären und zu konfigurieren.
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Hallo Jan,

ich habe jetzt zum Vergleich ein Werk in Goobi workflow angelegt, und parallel über den hier beschriebenen Weg direkt im Goobi viewer.

Goobi viewer:

Was direkt auffällt ist, dass hier das meiner Meinung nach ganz elementare Feld “Signatur” fehlt. Datensparsamkeit ist durchaus positiv zu sehen, aber eine Signatur ist DAS zentrale Metadatum. Das gilt umso mehr, als in diesem Beispiel ja der Link in Richtung OPAC fehlt.

Ausserdem wird das Feld dc:description nicht angezeigt.

Im Vergleich zu den über Goobi workflow angelegten Datensätzen fehlt ausserdem:

  • das IIIF-Manifest
  • die Möglichkeit, eine PDF zu erstellen
  • die Thumbnail-Anzeige in der Trefferliste

Nachteilig ist auch die fehlende Möglichkeit, die im Goobi viewer erstellten Datensätze im Nachinein editieren zu können. Der Datensatz läßt sich löschen, aber nicht bearbeiten.

Verwirrend ist ausserdem, dass Goobi viewer scheinbar nach einem willkürlichen Schema(?) für den Datensatz einen eindeutigen Identifier vergibt (in unserem Fall eine EPN(digital) = 1de237eb-5c54-4217-9e9b-2cbd749f15a9. Hier sollte die Option bestehen, den zentralen Identifier manuell einzugeben. Nur wenn das nicht geschieht, sollte er automatisch generiert werden.

Insgesamt halte ich die Funktion für sehr nützlich, da sich dadurch die Möglichkeit ergibt, Nutzer selbst Inhalte in den viewer einstellen zu lassen.

Liebe Grüße, Andreas

Hallo Andreas,

Was direkt auffällt ist, dass hier das meiner Meinung nach ganz elementare Feld “Signatur” fehlt. Datensparsamkeit ist durchaus positiv zu sehen, aber eine Signatur ist DAS zentrale Metadatum. Das gilt umso mehr, als in diesem Beispiel ja der Link in Richtung OPAC fehlt.

Es gibt ja auch Goobi workflow :wink:
Die Signatur ist ein elementares Feld für Euch, nicht aber für andere Einrichtungen. Technisch ist immer viel mehr möglich. Wir können aber darüber gerne darüber sprechen, ob wir zwei weitere optionale Felder “Signatur” und “externe Verlinkung” mit hinzunehmen. Dafür muss allerdings dann das Mapping im Dublin Core Datensatz von einem Experten geklärt werden, denn wir können uns dann ja nicht mehr in /elements/1.1/ bewegen, sondern müssten vermutlich auf /terms/ wechseln…

Ausserdem wird das Feld dc:description nicht angezeigt.

Das lag daran, dass Ihr eine individuelle Metadatenkonfiguration habt. In der globalen Konfiguration ist das Feld gemappt, aber in der lokalen war es das nicht. Ich habe es nun hinzugefügt, so dass die Information angezeigt wird.

Im Vergleich zu den über Goobi workflow angelegten Datensätzen fehlt ausserdem:

  • das IIIF-Manifest
  • die Möglichkeit, eine PDF zu erstellen
  • die Thumbnail-Anzeige in der Trefferliste

Das ist ein Fehler. Danke für den Hinweis. Ich bespreche das gleich heute mit den Kollegen. Vermutlich liegt das im Indexer verortet…

Nachteilig ist auch die fehlende Möglichkeit, die im Goobi viewer erstellten Datensätze im Nachinein editieren zu können. Der Datensatz läßt sich löschen, aber nicht bearbeiten.

Korrekt. Dafür gibt es auch Goobi workflow :wink:

Verwirrend ist ausserdem, dass Goobi viewer scheinbar nach einem willkürlichen Schema(?) für den Datensatz einen eindeutigen Identifier vergibt (in unserem Fall eine EPN(digital) = 1de237eb-5c54-4217-9e9b-2cbd749f15a9. Hier sollte die Option bestehen, den zentralen Identifier manuell einzugeben. Nur wenn das nicht geschieht, sollte er automatisch generiert werden.

Es wird eine UUID generiert. Für Dich ist es möglich einen Identifier zu vergeben, aber bei der Funktionalität liegen Menschen und Einrichtungen im Fokus, die absolut keine Ahnung von der Materie haben. Das ganze lässt sich auch mit Deinen Wünschen immer noch intuitiv bedienbar und valide für Einsteiger umsetzen, erfordert aber wie gesagt mehr Aufwand, mehr Entwicklung, mehr Feedback etc.

Insgesamt halte ich die Funktion für sehr nützlich, da sich dadurch die Möglichkeit ergibt, Nutzer selbst Inhalte in den viewer einstellen zu lassen.

Danke :slight_smile:

Viele Grüße und eine schöne Woche wünscht,

Jan :slight_smile:

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Viele der Punkte sind meiner Meinung nach abhängig vom Szenario in dem die Funktion eingesetzt werden soll. Wenn ich es damit Nutzern ermöglichen möchte, eigene Bilder/ Werke in den viewer zu laden, fällt jede Option, Datensätze via Goobi workflow zu bearbeiten natürlich weg. Denn genau dort möchte ich den Nutzer natürlich nicht arbeiten lassen.

Wenn man die Funktion in einer Viewer-Instanz nutzt, ohne dass überhaupt ein Goobi workflow zum Einsatz kommt, ist sie sicherlich sehr hilfreich. In gemischten Instanzen sorgt sie zumindest bei uns für Verwirrung. :slight_smile: